Tipps für den Fahrzeugexport

KFZ-Ausfuhr

Der Export des eigenen Wagens kann ganz einfach ablaufen - aber wie? Mit der richtigen Vorbereitung steht einem erfolgreichen und gewinnbringenden Export nichts im Wege. Da ein Fahrzeughalter in der Regel mit dem Thema Autoexport nicht vertraut ist, klären wir Sie hier auf. Wann sich ein Export besonders lohnt und wie Sie diesen angehen, erfahren Sie hier. 

Gründe für einen Verkauf ins Ausland

Mit der Zeit verliert ein Fahrzeug an Wert. Nach 10 bis 15 Jahren eignen sich viele Autos nur noch für den Schrottplatz - das denken zumindest viele Fahrzeugbesitzer. Tatsächlich hat jeder Pkw auch nach mehr als 12 Jahren Lebensdauer noch einen gewissen Material- beziehungsweise Restwert. Warum also nicht alle Optionen abwägen, die für den eigenen Wagen bleiben? So können Sie mit einem Export sogar noch einen letzten Erlös erzielen. Ein großer Teil demolierter und beschädigter Fahrzeuge landet daher im Ausland. Besonders schrottreife Fahrzeuge gelangen in entfernte Regionen wie Rumänien und Bulgarien und auch in nichteuropäische Länder wie Benin, Turkmenistan und Nigeria. Wenn Sie nicht wissen, ob sich Ihr Fahrzeug für eine Ausfuhr eignet, können Sie sich bei einem Exporthändler ein unverbindliches Angebot einholen. Auch bei verschiedenen Kfz-Experten und dem TÜV können Sie fachgerecht den Restwert Ihres Fahrzeuges ermitteln lassen, um zu erfahren, ob sich ein Verkauf ins Ausland lohnt. Genau Ihr Fahrzeug kann, trotz Motor- oder Totalschaden, das Richtige für einen Abnehmer im Ausland sein. Doch weshalb überhaupt das eigene Fahrzeug ins Ausland verkaufen und nicht weiterfahren? Ein Auto ist nach einer langen Inanspruchnahme schlicht nicht mehr auf dem neusten Stand. Neben dem Design, der Form und Sonderausstattungen, halten auch die Sicherheitseinrichtungen nicht mit denen moderner Fahrzeuge mit. Daher wird spätestens bei der Hauptuntersuchung festgestellt, ob die Fahrsicherheit eingeschränkt ist. Ist dies der Fall, stehen besonders bei alten Fahrzeugen nach und nach immer mehr Reparaturen an. Auf lange Sicht ist die Pflege und Wartung des Autos einfach zu kostenintensiv. Da in vielen anderen Ländern deutlich niedrigere Sicherheitsstandards gelten als in Deutschland, sind Schäden und eine eingeschränkte Verkehrstauglichkeit unbedeutend. Insbesondere wenn die finanziellen Mittel für die Instandhaltung fehlen, zählt nur, ob das Fahrzeug fährt. 

So bereiten Sie sich vor

Jeder fünfte Autobesitzer lässt sein Fahrzeug nach circa 18 Jahren exportieren. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Großteil der Deutschen nicht weiß, wie ein Export abläuft und was es dabei alles zu beachten gilt. Sie benötigen einige wichtige Dokumente, um die Ausfuhr beim Zollamt anmelden zu können. Zuallererst beantragen Sie bei einem Dokumentenservice die Ausfuhranmeldung, welche Auskunft über Verkäufer, Käufer und das jeweilige Fahrzeug gibt. Für circa 25 Euro erhalten Sie diese inklusive der Movement-Reference-Nummer (MRN). Für die Überführung beziehungsweise Verschiffung des Wagens benötigen Sie ein Ausfuhrkennzeichen. Dieses sorgt dafür, dass Ihr Auto für die Zeit des Exports zugelassen ist. Das Kennzeichen erhalten Sie bei der KFZ-Zulassungsstelle. Zusätzlich müssen Sie den internationalen Zulassungsschein anfordern, damit die Zulassung rechtskräftig ist. Beides erhalten Sie für weitere 5 Euro. Mit insgesamt rund 30 Euro sind die Kosten für einen Export tragbar. Sind alle genannten Dokumente beantragt, haben Sie alle erforderlichen Papiere für das Zollamt. Nachdem dort alle Unterlagen geprüft wurden, wird die Ausfuhranmeldung abgestempelt. Ihr Fahrzeug ist nun für die Ausfuhr bereit. Ein letztes Mal wird die Ausfuhranmeldung abgestempelt, wenn Ihr Fahrzeug beim Grenzzollamt die Grenze passiert. Läuft die Vorbereitung eines Exports nach diesem Muster ab, wird Ihr Altwagen erfolgreich ins Ausland überführt.